Sehenswertes
Cuxhaven Sehenswertes: Ausflugsziele in Stadt und Umland
Die Ziele rund um Cuxhaven verteilen sich auf zwei Achsen: die Küstenlinie mit ihren Landmarken und die Geest dahinter mit Heide, Wald und Geschichte. Dazu kommen zwei Inseln.

Wer nur einen Tag hat, bleibt an der Küste: Kugelbake, Alte Liebe und der Blick auf die Fahrrinne liegen dicht beieinander und lassen sich zu Fuß verbinden.
Wer mehr Zeit hat, geht landeinwärts. Küstenheide und Wernerwald sind der landschaftliche Gegenpol zur Küste und ruhiger als jeder Strandabschnitt.
- An der Küste
- Kugelbake, Alte Liebe, Deichlinie, Strandabschnitte
- Auf der Geest
- Küstenheide, Wernerwald, Finkenmoor, Vorgeschichtspfad
- Inseln
- Neuwerk im Watt, Helgoland in der offenen Nordsee
- Museal
- Aeronauticum in Nordholz
- Bei Regen
- Wernerwald und Aeronauticum
Die Ziele im Einzelnen
Sortiert nach Landschaft statt nach Kategorie; so plant man hier sinnvoller:
- Die Küstenheide
- Größtes zusammenhängendes Heidegebiet an der deutschen Nordseeküste
- Wernerwald & Finkenmoor
- Schutzwald von 315 Hektar und angrenzendes Moor
- Schiffsausflüge
- Seehundbänke, Helgoland und Neuwerk ab der Alten Liebe
- Wattfahrten
- Wattwanderung und Wattwagen nach Neuwerk
- Aeronauticum
- Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz
- Vorgeschichtspfad
- Bodendenkmale in der Heidelandschaft
Ein Tag, drei Tage, eine Woche
Für einen Tag reicht die Küstenachse: Kugelbake, Alte Liebe, der Blick auf die Fahrrinne und ein Strandabschnitt. Das lässt sich zu Fuß verbinden und zeigt, worum es an diesem Ort geht.
Für drei Tage kommt die Landschaft dahinter dazu: Küstenheide und Wernerwald an einem Tag, ein Schiffsausflug an einem anderen. Damit sind beide Seiten der Region abgedeckt.
Erst ab einer Woche lohnen die großen Ziele: Neuwerk über das Watt und Helgoland über See sind jeweils Tagesunternehmungen, die zudem von Tide und Wetter abhängen und deshalb Puffer brauchen.
Für die Reihenfolge gilt eine einfache Faustregel: erst die Küstenachse, dann die Geest. Die Küste erklärt, warum es den Ort gibt; die Heide dahinter erklärt, warum er so aussieht, wie er aussieht. In dieser Reihenfolge ergibt die Region den meisten Sinn.
Wer nur eine Sache mitnehmen will, nimmt den Wechsel zwischen beiden: an einem Vormittag auf dem Meeresboden stehen und am Nachmittag durch eine Heidelandschaft gehen, in der seit der Vorgeschichte kaum etwas umgegraben wurde.
- Ein Tag
- Küstenachse: Kugelbake, Alte Liebe, Strand
- Drei Tage
- Plus Küstenheide, Wernerwald und ein Schiffsausflug
- Eine Woche
- Plus Neuwerk und Helgoland, mit Wetterpuffer
- Regentag
- Wernerwald oder Aeronauticum
Was man leicht übersieht
Drei Dinge werden regelmäßig übersehen, obwohl sie zum Charakter der Region gehören. Das erste sind die Seezeichen: Tonnen, Baken und Leuchtfeuer markieren die Fahrrinne wie eine beschilderte Straße, und wer das System einmal versteht, sieht die Elbmündung mit anderen Augen.
Das zweite sind die Krattwälder am Rand der Heide: niedrige, mehrstämmige Eichen, die unter Wind und historischer Beweidung entstanden sind. Sie sehen aus wie verwachsenes Gebüsch und sind tatsächlich eine eigene, seltene Waldform.
Das dritte ist die Wattfläche selbst als Lebensraum. Sie wirkt leer und ist eines der produktivsten Ökosysteme überhaupt: Auf einem Quadratmeter leben Tausende Organismen, von denen die Wattwurmhaufen nur das sichtbarste Zeichen sind.
Die Kugelbake: ein Seezeichen, das eine Grenze markiert
Die Kugelbake ist das Wahrzeichen der Stadt und seit 1913 in ihrem Wappen. Gemessen vom mittleren Tidehochwasser bis zur Mitte der kleinen Kugel ist sie 28,4 Meter hoch und vollständig aus Holz gebaut. Das Wort „Bake“ stammt aus dem Mittelalter, als man alle Seezeichen so nannte, auch Leuchttürme.
Ihre eigentliche Bedeutung ist juristisch und geografisch zugleich: Sie bildet die seewärtige Begrenzung der Elbe. Nach dem Bundeswasserstraßengesetz endet hier die Binnenelbe, aus nautischer Sicht trennt die Bake Unter- und Außenelbe. Auf ihrer Höhe ist die Mündung rund achtzehn Kilometer breit.
Die erste Kugelbake entstand vermutlich im Dezember 1703 auf Betreiben des Lotseninspektors Paul Allers, nachdem der bis dahin genutzte Peilpunkt, eine Gruppe von Bäumen, von einer Sturmflut fortgespült worden war. Holz an dieser Stelle hält nicht lange: Fäulnis, Wetter, Sturm und Flut setzten dem Bauwerk so zu, dass es spätestens nach etwa dreißig Jahren erneuert werden musste. Die heutige Bake ist entsprechend nicht die alte, sondern die jüngste in einer langen Reihe.
Seit 1782 ist sie über einen Damm dauerhaft zu Fuß erreichbar, seit 1853 trug sie ein Licht als nächtliche Orientierungshilfe. Heute wird sie abends angestrahlt und ist der Punkt, an dem die meisten Besuche der Stadt anfangen oder aufhören.
- Höhe
- 28,4 Meter über mittlerem Tidehochwasser
- Material
- Holz — regelmäßig erneuert, nie ein dauerhafter Bau
- Erste Bake
- Vermutlich Dezember 1703
- Zu Fuß erreichbar
- Über einen Damm seit 1782
- Bedeutung
- Seewärtige Begrenzung der Elbe
Was sich sinnvoll verbinden lässt
Die Sehenswürdigkeiten der Region liegen nicht in einem Zentrum, sondern auf zwei Achsen: einer an der Wasserlinie und einer landeinwärts. Wer das beim Planen ignoriert, verbringt den Tag im Auto.
Die Wasserachse führt von der Kugelbake über Döse und den Hafen zur Alten Liebe. Sie ist durchgehend zu Fuß oder mit dem Rad zu machen, und sie enthält den Übergang, um den es an dieser Küste geht: von der offenen Nordsee in die Fahrrinne, auf der die Großschifffahrt nach Hamburg läuft.
Die Landachse ist die andere Hälfte: Wernerwald und Küstenheide hinter Sahlenburg, die Geestdörfer dahinter, der Vorgeschichtspfad in der Heide. Sie braucht mehr Zeit und lohnt bei Wind, weil sie im Windschatten liegt.
Weiter draußen liegen die Ziele, die einen ganzen Tag kosten: Neuwerk im Watt und Helgoland in der offenen Nordsee. Beide lassen sich nicht nebenbei anhängen. Das Aeronauticum in Nordholz ist der dritte eigene Programmpunkt, weil es abseits beider Achsen liegt.
Weiter in der Umgebung
- Die Küstenheide
- Das größte zusammenhängende Heidegebiet der deutschen Nordseeküste
- Seehundbänke Cuxhaven
- Ab der Alten Liebe
- Historisches in Cuxhaven
- Geschichte der Region
- Die Kurorte im Jahreslauf
- Im Jahreslauf
- Berensch-Arensch
- Ortsteil auf der Geest
Häufige Fragen zu Ausflugszielen
Was sollte man in Cuxhaven gesehen haben?
An der Küste die Kugelbake und die Alte Liebe mit dem Blick auf die Fahrrinne, landeinwärts die Küstenheide und den Wernerwald.
Was lohnt sich bei schlechtem Wetter?
Der Wernerwald, weil er den Wind bricht, und das Aeronauticum in Nordholz als echter Innenraum. Bei Sturmwarnung bleibt nur Letzteres.
Welche Ausflüge dauern einen ganzen Tag?
Neuwerk und Helgoland. Beide sind eigenständige Tagesziele, keine Abstecher.
Was schafft man an einem einzigen Tag?
Einen zusammenhängenden Streifen, keine Rundreise. Wer an der Wasserlinie bleibt, kommt ohne Auto aus; sobald ein Geestdorf oder eine Insel dazukommt, ist der Tag voll.
Wofür sollte man eine ganze Woche einplanen?
Für Neuwerk und Helgoland. Beide sind Tagesunternehmungen, die von Tide und Wetter abhängen und deshalb Puffer brauchen.